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31.07.2010, 3:26

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Bildungsklick

Macht Bildung zum Thema
Auch die SPD hat selbstverstaendlich nichts gegen den Zuzug auslaendischer Fachkraefte. Doch gerade eine Bildungsministerin verfehlt ihre Rolle, wenn ihr erster Gedanke nicht Bildung und Qualifizierung ist, sondern Zuzug.
Der drohende Fachkräftemangel ist unabweisbar. Der zentrale Schlüssel, Fachkräftemangel zu verhindern, liegt im eigenen Land. Deshalb braucht unser Land eine Qualifizierungsoffensive. Wir brauchen beste Förderung und Bildung von Beginn an und mehr Ausbildungsanstrengungen durch die Unternehmen, das liegt in ihrem eigenen Interesse. Die Durchlässigkeit in unserem Bildungssystem muss sich deutlich erhöhen, damit alle jungen Menschen einen Schulabschluss erhalten, der sie zu einer Ausbildung befähigt.
"Als schlicht verfassungswidrig" hat Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle den Vorschlag von Schulministerin Löhrmann aus Nordrhein-Westfalen abgelehnt, ein bundeseinheitliches Schulgesetz zu verabschieden. "Ein Schulgesetz liegt nicht in der Kompetenz des Bundes", so der Minister, der derzeit auch als KMK-Präsident amtiert.
Henry Tesch, Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur und Vizepräsident der Kultusministerkonferenz (KMK), begrüßt die Initiative Nordrhein-Westfalens zur Schaffung von deutschlandweit einheitlichen Bildungsstandards. Mit der Forderung nach einem Bundes-Schulgesetz würde allerdings über das Ziel hinaus geschossen.
"Die Chancen der Jugendlichen, eine Ausbildungsstelle zu finden, sind in diesem Jahr bes­ser als in den vergangenen Jahren. Dies trifft insbesondere auf den Osten Deutschlands zu." Dies erklärt Manfred Kremer, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), aus Anlass des am 1. August beginnenden neuen Ausbildungsjahrs. "Die von der Bun­desagentur für Arbeit gestern veröffentlichten Daten zeigen, dass die Konjunktur wie­der an­zieht. Die Erholung auf dem Arbeitsmarkt sowie der demografisch be­dingte Rückgang der Bewerberzahlen machen sich auch auf dem Ausbildungsstellenmarkt positiv bemerkbar." Allerdings gebe es, so Manfred Kremer, keinen Grund, die "Hände in den Schoß zu legen, denn auch in diesem Jahr wird es wieder Jugendliche geben, die kei­nen Ausbildungsplatz erhalten, weil in bestimmten Regionen und Branchen Angebot und Nach­frage nicht überein­stimmen". Darüber hinaus gelte es, Lösungen für struktu­relle Probleme zu finden, zum Bei­spiel für die oft zu langwierigen Übergänge von der Schu­le in Ausbildung und Erwerbstätig­keit oder die mangelnde Ausbildungsreife von Jugendlichen.